HR Online Advertising

Die Entwicklung am online Stellenmarkt scheint stehengeblieben zu sein. Die klassische Anzeige für einige oder sogar viele 100 EUR ist nach wie vor der Standard, dessen sich die meisten Personaler bedienen. Die inhaltliche Innovation in diesem Bereich sind die Präsentation von Jobs im Unternehmenskontext durch Feelgood@work, oder technisch die Integration von Vine Videos in Stellenanzeigen, wie es das Unternehmen Voith vorgeführt hat. Auf dem HR Barcamp Anfang 2014 war die Sick AG, vertreten durch Bernd Konschak, das einzige Unternehmen, das bereits mit Banner Werbung experimentiert hatte.

Wie könnte denn die Zukunft des online Advertisings für HR aussehen? Dazu genügt ein Blick in das online Marketing im eCommerce. Ein Stichwort in der Werbebranche ist Performance Marketing, also „der Einsatz von Onlinemarketinginstrumenten mit dem Ziel, eine messbare Reaktion und/oder Transaktion mit dem Nutzer zu erzielen“ (Wikipedia).  Die Agentur für Personalmarketing „Wollmilchsau“ ist einer der Proponenten, klassische Instrumente aus dem online Marketing für Personaler zugänglich zu machen. Auf dem Wollmilchsau-Blog wird regelmäßig entsprechende Aufklärung betrieben, denn es wird etwas technisch. Begriffe wie SEO, Retargeting (oder Remarketing), Real Time Advertising, Cost per Click gilt es zumindest grundsätzlich zu verstehen. Zudem gibt es durchaus effektive Personalmarketing Möglichkeiten auf Facebook zu sehr geringen Kosten. Wollmilchsau selbst bieten ein Multiposting-Tool an, genannt Jobspreader. Dabei kauft das nutzende Unternehmen Premium Clicks bei mehr als 20 Jobsuchmaschinen. So entfällt der Aufwand für Anzeigenschaltungen, das Tool aktualisiert sich täglich selbst. Niemand  muss sich mehr mit dem Jobbörsen-Dschungel beschäftigen, um eventuell geeignete zu identifizieren.

Auf der inhaltlichen Seite wäre noch das Stichwort „Native Advertising“ zu nennen, dies kommt dem Content Marketing sehr nahe und verpackt das Advertising in zielgruppengerechten Content. Wie sich auch in der Personalmarketing Community herumgesprochen hat ist „Content“ bekanntlich „King“. Dies kann in Form gesponsorter Blogs, Artikel, Videos oder Posts bei Twitter und Facebook geschehen.

Bernd Konschak gibt in seinem Buch Professionelles Personalmarketing auf ca. 60 Seiten einen strukturierten Überblick über die Instrumente der online Kommunikationstools des Personalmarketings, angefangen mit der Karrierewebseite und der Suchmaschinenoptimierung hin zu Search Engine Advertising (SEA) über Google Adwords und dem Display Advertising. Auch er betont die Überbewertung der Auswahl „der“ richtigen Jobbörse. Viele Jobsucher suchen ohnehin über Suchmaschinen. Auch die weiter oben angesprochenen Begrifflichkeiten werden behandelt.

Sehr konkret sind seine Ausführungen zu Google Adwords. Neben der genauen Beschreibung der Anzeigenspezifikation empfiehlt er verschiedene Anzeigen zu texten und auszuprobieren, welche am besten funktioniert. Dazu gibt es zahlreiche Tools, dies herauszufinden. Entscheidend ist die Auswahl der richtigen Keywords, zu denen die Anzeige erscheinen soll. Google bietet dazu den Keyword Planer an. Die Keywords müssen in engem Zusammenhang mit dem Anzeigentext und der verlinkten Website stehen. Man kann allgemeinere oder sehr spezifische Keywords wählen, immer abhängig von der Zielsetzung der Kampagne und der Zielgruppe. Allgemeine Keywords führen natürlich aufgrund höherer Clickraten zu höheren Kosten.

Bei allen online Maßnahmen ist natürlich immer mehr die mobile Optimierung der Maßnahmen zu berücksichtigen. Wie die aktuelle Bitkom Studie zeigt, gehen gerade Jugendliche zwischen 16 und 18 zu 89% mit ihrem Smartphone online und das durchschnittlich 115 Minuten täglich!

Das sind zunächst sicherlich genug Anregungen, um sich mit dieser Materie zu beschäftigen und vielleicht auch einmal etwas Neues auszuprobieren! Wir wünschen viel Erfolg!

14. Januar 2015 von Volker Seubert
Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: , , , | 2 Kommentare

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